Du entscheidest!

14. September 2009 geschrieben von Katrin Molkentin  
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Manuela Schwesig Mitglied des Team Steinmeier und verantwortlich für Familien-, Frauen-, Senioren- und Jugendpolitik appelliert in einem kurzen Statement an die Wählerinnen die SPD zu unterstützen, um mit einer starken SPD die Gleichstellung in Deutschland voranbringen zu können.

 

p.s.: Wenn Du Dich nicht entscheidest, verlasse ich Dich. Deine Demokratie

Frauen springen weiter! Wer hopst hinterher?

8. September 2009 geschrieben von Katrin Molkentin  
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frauensprung

Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und das Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) haben mit Unterstützung einer gekannten Frauenzeitschrift die Studie “Frauen auf dem Sprung” fortgesetzt. 2007 wurden für die repräsentative Untersuchung insgesamt 1.020 Frauen zwischen 17 und 19 bzw. 27 und 29 Jahren persönlich interviewt. 18 Monate später erscheint heute das Update. Frauen, die auch schon beim letzten Mal befragt wurden, sollten Aufschluss darüber geben, ob sie auch in Krisenzeiten zu ihrem Wort stehen.

Frauen sind noch kompromissloser? 

Ein Kompromiss ist ein Ausgleich, der durch beiderseitiges Nachgeben erzielt wird. Wenn Frauen aber bisher wegen des Partners auf Job, Wohnort oder gar Nachwuchs und umgekehrt verzichtet haben, war dies kein Kompromiss. Mir zumindest leuchtet nicht ein, in welchem Punkt Männer in der Vergangenheit nachgegeben haben sollten. Als kompromissloser wurden die Frauen aber vorgestellt, die 2009 noch mehr als 2007 sagen, dass sie für eine Partnerschaft keine Einkommensverluste hinnehmen würden. Kompromissloser sollen sie auch sein, weil sie für ihre Arbeit weder auf eine Partnerschaft, noch auf Kinder verzichten würden. Faule Kompromisse sind keine Kompromisse, insofern finde ich die Frauen nur konsequenter. Oder kann mir jemand erklären, was die Frauen im Gegenzug dafür bekommen, wenn sie auf Einkommen, Aufstiegsmöglichkeiten oder Kinder verzichten. Das Entgegenkommen soll ja wohl hoffentlich nicht ausschließlich aus der Partnerschaft bestanden haben?

Frauen kaufen ihre Butter selbst!

Am deutlichsten fällt das Ergebnis hinsichtlich der Erwartungen an den Partner bzw. die Partnerin aus. Hier zeigt sich, dass die Vorstellungen von Männern und Frauen noch nicht zusammenpassen. Während die Frauen es am wichtigsten finden, wenn ihr Partner sich Zeit für die Familie nimmt (37%) und gleich danach auf die Bildung des potenziell Auserwählten blicken, so halten sich die Männer noch immer mit der Vorstellung auf, der Ernährer dieser Familie sein zu müssen. Über die Hälfte der Männer (52%) ist es am wichtigsten mehr Geld als die Partnerin zu verdienen. Die Frauen aber wollen sich ihre Butter selbst kaufen können. So finden 91% es wirklich wichtig einen Arbeitsplatz zu haben und 88% streben nach finanzieller Sicherheit. Damit ist nicht gemeint, dass sie in den finanziellen Abhängigkeitshafen schippern wollen, denn 87% sagen auch, dass ihnen finanzielle Unabhängigkeit wirklich wichtig ist.

Kein Rückzieher

Das Update der Studie macht deutlich, dass die Frauen auch in schwierigeren Situationen keinen Rückzieher machen. Die Frauen sind sogar noch etwas weiter gesprungen als 2007. Nun müssen Politik und Männer hinterher hopsen. Ich sehe in den Aussagen, dass das Betreuungsgeld von keiner jungen Frau gewünscht ist. Vielmehr sollte das Geld in den nötigen Ausbau der Kinderbetreuung fließen. Denn junge Frauen wünschen sich keine Debatte, sondern die Realisierung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Erkennbar ist auch, das dass Ehegattensplitting ausgedient hat. Steuerliche Erleichterungen, die den Einkommensunterschied manifestieren und eine traditionelle Rollenverteilung fördern sind nicht mehr gewollt. Ich sehe aber auch, dass hinsichtlich der weiblichen Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt das derzeitige Teilzeiten überwunden werden muss. Die gewünschte finanzielle Unabhängigkeit ist mit 20-30 Stunden-Jobs nicht zu erreichen. Vielmehr müssen wir darüber nachdenken, wie die Arbeitszeit in der Phase von Familiengründung und Kinderbetreuung für BEIDE Elternteile ausgestaltet werden könnten.

Es gibt noch viel zu tun! Hier sind die Entscheidungs-Grundlagen dazu.

Nachgefragt bei Manuela Schwesig

24. August 2009 geschrieben von Katrin Molkentin  
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Manuela Schwesig ist Mitglied im Team von Frank-Walter Steinmeier und dort zuständig für die Themen Familien-, Jugend-, Frauen- und Seniorenpolitik. Wir wollten wissen, was Frauen und Familie zu erwarten haben.

Zeit für eine moderne Frauenpolitik!

21. August 2009 geschrieben von Katrin Molkentin  
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vadrohselschwesig

Mädchen haben die besseren Noten in der Schule! 58 von Hundert Hochschulabsolventen sind weiblich! Doch warum ist Forschung nach wie vor in Männerhand? Warum sind die Führungsgremien weitestgehend Herrenvereine? Warum bedeutet die Geburt eines Kindes immer noch einen maßgeblichen beruflichen Einschnitt? Was kann Politik tun, um es Müttern und Vätern zu erleichtern, Arbeit und Familie miteinander zu vereinbaren? Wie sieht eine moderne Frauenpolitik heute aus?

Darüber diskutieren am 24. August 2009, von 19:3021:00 Uhr im WahlLokal, Grünberger-Str. 84, Berlin-Friedrichshain:

Manuela Schwesig
Ministerin für Soziales und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern, zuständig für Familien-, Jugend-, Frauen- und Seniorenpolitik im Team Frank-Walter Steinmeier

Tanja Dückers
Autorin und Journalistin

Franziska Drohsel
Juso-Bundesvorsitzende

Moderation: Björn Böhning
SPD-Bundestagskandidat für Friedrichshain-Kreuzberg

Wir laden alle herzlich zur Diskussionsveranstaltung ein. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einem Austausch in gemütlicher Runde.

Ich kann Aufsichtsrat, weil …

11. August 2009 geschrieben von admin  
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Wir von der Projektgruppe Junge Frauen waren auch auf dem Vorwärts-Fest. Doch vor dem Feiern wollten wir zunächst nach Bewerberinnen gucken. Bewerberinnen die die Aufsichtsratsposten besetzen können, die ab dem 27. September 2009 frei werden. Denn die SPD spricht sich in ihrem Regierungsprogramm für eine Quotierung der Aufsichts- und Vorstandsgremien aus. Es wird Zeit, dass Frauen dort wie überall im Leben vertreten sind. Offensichtlich blieb ihnen diese Tür in der Vergangenheit verschlossen. Deswegen muss sie jetzt aufgestoßen werden.

Wir haben nachgefragt, warum Frauen in die Aufsichtsgremien gehören. Man nehme eine Portion Qualifikation, rühre eine große Menge Selbstbewusstsein darunter und garniere dies mit einer Schippe Humor. Heraus kommt unsere Fotoaktion “Ich kann Aufsichtsrat”. Junge Frauen bewerben sich um den vorletzten Männersessel:

maedelsindenaufsichtsrat

Mehr Fotos von der Aktion in unserem Flickr-Album

Die Aktion kann übrigens ganz leicht vor Ort durchgeführt werden. Die Pappe dazu gibt es hier. Einfach ausdrucken, aufziehen lassen und losgehen. Eure schönsten Fotos schickt bitte an uns (via Mail)

Ratlos

10. August 2009 geschrieben von Katrin Molkentin  
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vera_biermeile2Auf Facebook hatte ich gestern zuerst davon erfahren. Was sollte ich davon halten. Ich habe es für einen (schlechter) Scherz gehalten. Beruhigt ging ich schlafen. Doch leider sieht die Welt heute nicht anders aus: Die CDU-Direktkandidatin Vera Lengsfeld wirbt mit ihrem Ausschnitt für den Einzug in den Bundestag. Doch das reichte nicht. Sie hat sich auch den Ausschnitt von Angela Merkel geborgt und im Doppelpack behaupten sie nun “mehr zu bieten”.

Man könnte jetzt nüchtern betrachtet sagen, dass diese Plakatwerbung nicht unschlau ist. Denn heute wissen wir, dass Frauen nicht unbedingt Frauen wählen. Als jüngstes Beispiel kann die innerparteiliche Auseinandersetzung zwischen Obama und Clinton gelten. Die Senatorin musste zushen wie vor allem jüngere Frauen einem Mann ihre Stimme gaben. Vielleicht wollten die CDU-Strategen angesichts solcher Erkenntnisse sich von Beginn an auf die Ansprache von Männern konzentrieren? Oder setzen sie auf das alte Bohlen-Prinzip: Eine schlechte Presse ist immer noch besser als gar keine!

Ich bleibe ratlos zurück und hoffe noch immer auf Auflösung. Aber viel Hoffnung habe ich nicht mehr.

Nachgefragt bei Renate Schmidt

29. Juli 2009 geschrieben von Katrin Molkentin  
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Renate Schmidt war von 2002-2005 Familienministerin in Deutschland. Seit dem gilt sie als Mutter des Elterngeldes, Krippenausbaus und des Ganztagsschulprogramms. Derzeit packt sie Kisten und räumt ihr Bundestagsbüro, denn sie kandidiert nicht mehr für den neuen Bundestag - der am 27. September 2009 gewählt wird. Bevor sie Berlin verlässt, wollten wir nochmal nachfragen: Wie weit sind wir gekommen und was muss familienpolitisch noch passieren?

Elke Büdenbender spricht über Gleichstellung

15. Juli 2009 geschrieben von admin  
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Elke Büdenbender, Verwaltungsrichterin und Frau des SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier, macht sich stark für die Gleichstellung von Frauen und Männern: Gleiches Geld für gleiche Arbeit, Betreuungslücke schließen und mehr Frauen in Führungspositionen.

Das Programm von gestern abschalten!

19. Juni 2009 geschrieben von admin  
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muenteferingFaire und gleiche Sprossen für eine gleichberechtigte Teilhabe an poltischen Prozessen, dass ist das zentrale Anliegen der Initiative Aufstiegssprossen. Auch auf dem außerordentlichen Bundesparteitag haben die Mitglieder der Initiative Flagge gezeigt und mit einer kreativen Aktion ihren Forderungen Ausdruck verliehen. „Das Programm von gestern abschalten! Gleichstellung: Jetzt!“ war die zentrale Botschaft am Stand der Aufstiegssprossen. Über 60 Besucher des Parteitags zeigten, dass sie sich gegen ein längst veraltetes Frauenbild stellen. Mit ihrer Mitwirkung an der Fotoaktion haben sie eindeutig Stellung bezogen für eine gerechte Verteilung von Chancen und Möglichkeiten in der Gesellschaft.
Auch zahlreiche Politikerinnen und Politiker sowie Gäste des Parteitags konnten sich vor einer Fotowand ablichten lassen und wurden dann in ein Bild hineingeschnitten. So entstand eine Vielzahl eindrucksvoller Fotomontagen, die an Familie, Freunde und Bekannte verschickt und in Social Communities gepostet werden können. Unterstützt wurden die Aufstiegssprossen bei der Aktion von Mani Pournaghi Azar, der vor allem bei der technischen Umsetzung, aber auch bei der konzeptionellen Betreuung eine wichtige Hilfe war. Auch der SPD-Parteivorsitzende Franz Müntefering zeigte Einsatz für eine aktive Gleichstellungspolitik. Auf unserer Seite findet ihr nun eine Auswahl der eindrucksvoller Bilder der Aktion.

Welcher Feminismus-Typ bist du?

1. Juni 2009 geschrieben von admin  
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Feminimus-Quiz

Der Streit um die Gleichstellung ist farbenfroh und facettenreich. Die Frage ist nur welcher Feminismus-Typ bist Du? Wir von der Initiative Aufstiegssprossen haben auf Facebook ein Quiz dazu gestartet. Damit kannst du herausfinden, ob du eine Teilzeit-Feministin, eine Power-Emanze, eine Neofeministin oder gar eine Anti-Feministin bist.

Um zum Quiz zu gelangen, klickst du hier.

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