<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	>

<channel>
	<title>Aufstiegssprossen</title>
	<atom:link href="http://www.neofeminismus.de/?feed=rss2" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.neofeminismus.de</link>
	<description>Ein weiteres tolles WordPress-Blog</description>
	<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 09:37:44 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.7.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Die Schwester im Fußball</title>
		<link>http://www.neofeminismus.de/?p=376</link>
		<comments>http://www.neofeminismus.de/?p=376#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 09:13:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Muench</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Schein und Sein, Zeit und Geist]]></category>

		<category><![CDATA[Fankultur]]></category>

		<category><![CDATA[Frauenfußball]]></category>

		<category><![CDATA[Fußball]]></category>

		<category><![CDATA[WM]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.neofeminismus.de/?p=376</guid>
		<description><![CDATA[Man kann Frauenfußball mögen oder nicht. Witzig und gut gemacht ist die kleine Schwester des Fußballmagazins „11 Freunde“ auf jeden Fall. „11 Freundinnen“ ist vom Schreibstil, der Fotosprache und den Rubriken dem Magazinbruder nachempfunden. Allerdings mit einem kleinen Unterschied: Das Magazin definiert den Sport neu. Nicht als Kopie des etablierten Männerfußballs sondern als eigenständige Sportart. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.neofeminismus.de/wp-content/uploads/2010/01/fusballfrau_xs.jpg"></a><a href="http://www.neofeminismus.de/wp-content/uploads/2010/01/fusballfrau_xs.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-375" src="http://www.neofeminismus.de/wp-content/uploads/2010/01/fusballfrau_xs-300x265.jpg" alt="fusballfrau_xs" width="300" height="265" /></a>Man kann Frauenfußball mögen oder nicht. Witzig und gut gemacht ist die kleine Schwester des Fußballmagazins „11 Freunde“ auf jeden Fall. „11 Freundinnen“ ist vom Schreibstil, der Fotosprache und den Rubriken dem Magazinbruder nachempfunden. Allerdings mit einem kleinen Unterschied: Das Magazin definiert den Sport neu. Nicht als Kopie des etablierten Männerfußballs sondern als eigenständige Sportart. Man kann entweder über Jahre hinweg bemängeln, das Frauenfußball (immer noch) kein Teil der deutschen Fußballkultur ist. Oder man vergibt einfach neue Regeln. Und genau das tun die Fußballfrauen auf eine erfrischende Weise. Ihre Interviews sind humorvoll, selbstkritisch, ehrlich und vor allem bodenständig. Ein Medienverhalten, das man von männlichen Bundesliga-Spielern nur selten erlebt. Auch die traditionellen Tipp-Kick-Spieler unter uns müssen umdenken. Wer früher, seinen Gegner mit den Worten „wir spielen hier keinen Frauenfußball“ zur Demütigung zwingen wollte, muss in Zukunft klein beigeben. Frauenfußball ist schneller, härter und aggressiver als gedacht. Mit dem Mädchenfußball ist es spätestens bei internationalen Wettkämpfen und in der Bundesliga vorbei. Überzeugen kann man sich davon live auf dem Spielfeld. Und wem das jetzt noch nicht genug war, dem sei noch die neue weibliche Tipp-Kick-Figur empfohlen, die im Frühjahr mit modischem schwarzen Federschwanz in die Geschäfte kommt. Na dann: mal los!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.neofeminismus.de/?feed=rss2&amp;p=376</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Ich bin mehr wert!</title>
		<link>http://www.neofeminismus.de/?p=366</link>
		<comments>http://www.neofeminismus.de/?p=366#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 15:19:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jenny Huschke</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Pogo auf dem Arbeitsmarkt]]></category>

		<category><![CDATA[DGB]]></category>

		<category><![CDATA[Entgeltlücke]]></category>

		<category><![CDATA[Ich bin mehr wert]]></category>

		<category><![CDATA[Schnauzbart]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.neofeminismus.de/?p=366</guid>
		<description><![CDATA[Pogo auf dem Arbeitsmarkt. Die wachsende Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern. Nur eine Hand voll weiblicher Führungskräfte in Chefetagen großer deutscher Unternehmen. Und die öffentlich Aufwertung moderner Familienpolitik, obwohl die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege noch immer wesentlich den erwerbstätigen Müttern und Vätern in diesem Land allein überlassen blieb, da ausreichend Infrastruktur und eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: small;"><img class="alignleft size-full wp-image-367" style="margin-right: 20px;" src="http://www.neofeminismus.de/wp-content/uploads/2009/09/huschke2.jpg" alt="huschke2" width="307" height="240" />Pogo auf dem Arbeitsmarkt. Die wachsende Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern. Nur eine Hand voll weiblicher Führungskräfte in Chefetagen großer deutscher Unternehmen. Und die öffentlich Aufwertung moderner Familienpolitik, obwohl die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege noch immer wesentlich den erwerbstätigen Müttern und Vätern in diesem Land allein überlassen blieb, da ausreichend Infrastruktur und eine Kultur der familiengerechten Arbeitswelt Fehlanzeige war. Das waren Eckpunkte im Jahr 2007. Was gab’s noch? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: small;">Es gab eine Ministerin, die eine neue Familienpolitik vermarktete und irgendwie übersah, dass Gleichstellungspolitik weit mehr als das, weit mehr als das zweifellos wichtige Elterngeld, ist. Öffentlich wurde dabei intensiv über Frauenbilder gestritten. Und dabei lebten Ideen und Bilder wieder auf, die ich für längst überlebt oder doch zumindest ziemlich angestaubt gehalten hatte. Unworte des Jahres waren für mich: Herdprämie und Gebärmaschine. Ich glaubte, meinen Ohren nicht zu trauen. Es wurde höchste Zeit, Gesicht zu zeigen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: small;">Ich bin mehr wert! – die DGB-Frauen starteten mit diesem Claim im März 2008 ihre frauenpolitische Initiative mit dem klaren Statement: Gleichstellungspolitik ist kein Unterpunkt von Familienpolitik. Erwerbstätige Frauen - mit und ohne Kinder - brauchen einen Dreiklang aus Entgeltgleichheit, Karrierechancen und guter Vereinbarkeit, um endlich die Gleichstellung der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt zu verwirklichen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: small;">Besonders prägnant waren dabei unsere sogenannten „Schnauzbart-Aktionen“. Mit klaren Symbolen - in diesem Fall mit angeklebten Schnurbärten, die auch provozieren sollten, haben sich Gewerkschafterinnen an vielen Orten dieser Republik für ihre Belange eingesetzt. Und dabei auch für ein modernes Frauenbild. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: small;">Ich halte es für absolut wichtig. Immer wieder zu betonen: Frauen wollen selbst entscheiden, wie und in welchen Zusammenhängen sie leben wollen. Sie brauchen die Rahmenbedingungen dafür. Entgeltgleichheit, Mindestlöhne, Aufstiegschancen und eine qualitativ hochwertige, bedarfsgerechte Betreuung für Kinder aller Altersgruppen. Darauf muss auch die Politik Antworten geben, nicht nur im Superwahljahr 2009. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: small;">Ich war auf verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen von „Ich bin mehr wert!“ dabei. Ein Eindruck blieb haften: wir sind Frau genug, zu sagen, was wir wollen. Wir sind eigenständig und wollen nicht immer nur in Familie wahrgenommen werden. Frauen sind mehr wert, wenn es um ihre berufliche Weiterbildung bzw. Karriere geht! Frauen sind mehr wert, bei der Entlohnung wie bei der Bewertung ihrer Arbeit. Im Zuge der Initiative ist unsere Seite entstanden, auf der viele Fotos und Eindrücke zu finden sind. Schaut doch mal vorbei auf </span><a href="http://www.dgb-frauen.de/"><span style="font-family: Arial; font-size: small;">www.DGB-Frauen.de</span></a><span style="font-family: Arial; font-size: small;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: small;">Wo stehen wir heute? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;">Die aktuelle Brigitte-Studie zeigt’s ja deutlich: <span style="mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 11.0pt;">junge Frauen schauen selbstbewusst in die Zukunft. Sie wollen sich eine eigenständige Existenz aufbauen, eine gleichberechtigte Partnerschaft führen und distanzieren sich deutlich von traditionellen Familienmodellen. Gerade der erste Punkt ist mir besonders wichtig. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;">Die Vielfalt der Lebens- und damit auch der Familienmodelle muss politisch endlich zur Kenntnis genommen werden. Ich habe kein Problem damit, wenn in Partnerschaften einer oder eine (zeitweise) aussteigt und ein eher traditionelles Rollenmodel gewählt wird. Wer sich’s leisten will. Aber ich habe was dagegen, wenn dieses eine Modell hochgehalten und steuerlich gefördert wird, obwohl es sich in der Realität längst überlebt hat. Im Jahr 2006 lebte jeder vierte Paarhaushalt in Westdeutschland und 40% derer in Ostdeutschland mit Einkommen, die gemeinsam durch beide Partner erwirtschaftet wurden. Tendenz steigend. Immer mehr Frauen sind in ihren Partnerschaften und Familien die Alleinverdienerin. Und in jedem zehnten deutschen Haushalt leben Frauen ohnehin alleinerziehend. Frauen sind also keine ZuverdienerInnen, bei denen man beim Lohn, beim Überstundenausgleich und bei Ausstiegschancen Abstriche machen kann. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: small;">Entgeltgleichheit bleibt ganz oben auf der Agenda. Der aktuelle Vorschlag von Olaf Scholz ist ein erster, wichtiger Schritt, den die DGB-Frauen ausdrücklich begrüßen. Für gesetzliche Rahmenbedingungen, um endlich equal pay durchzusetzen, und für ein umfassendes Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft kämpfen wir. Wir DGB-Frauen erwarten, dass der Vorschlag des Arbeitsministers nach der Bundestagswahl zügig eingebracht und umgesetzt wird. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: small;">Unerlässlich ist meiner Meinung nach auch eine Quotenregelung für die Besetzung von Aufsichtsräten. Sie war bekanntermaßen damals auch in Norwegen heiß umstritten. Sie haben nicht zum Untergang der norwegischen Wirtschaft geführt, im Gegenteil. Sie bedeuten heute mehr Geschlechtergerechtigkeit und damit auch mehr Qualität in der Arbeitswelt für Männer und Frauen. Das ist ja inzwischen auch in der deutschen Politik, zumindest in den Wahlprogrammen einiger Parteien, angekommen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: small;">Lassen wir uns nicht verrückt machen von den ewigen Schwarzmalern. Eine konsequente Gleichstellungspolitik und damit verbunden auch eine stärkere Anti-Diskriminierungspolitik insgesamt würde Deutschland gut zu Gesicht stehen, da sich ja nun auch schon internationale Gremien wie der CEDAW-Ausschuss bei den Vereinten Nationen besorgt über den gleichstellungspolitischen Stillstand in unserem Land äußern. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: small;">Ein weiteres Feld bleibt unser Engagement für eine geschlechtersensible Berufsorientierung. Denn der Ausbildungsreport der DGB-Jugend vom September 2009 bringt es auf den Punkt. Bereits mit der Berufswahl werden wichtige Weichen für die Spaltung des Arbeitsmarktes gestellt, bereits in der Ausbildung ziehen junge Frauen oft den Kürzeren. Hier muss es immer um eine Doppelstrategie gehen. Junge Frauen brauchen die Möglichkeit, sich auszuprobieren und Berufe jenseits den Top 10 wirklich kennenlernen. Nicht nur am Girls’ Day. Dann müssen wir endlich auch mit Stereotypen brechen – in Bezug auf unser Männer- und Frauenbild, aber auch in Bezug auf Berufe. <span style="mso-bidi-font-family: Arial; mso-bidi-font-size: 11.0pt;">Wünsche vieler junger Auszubildende an den Beruf wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind oft nur Zuschreibungen, die mit der beruflichen Realität wenig zu tun haben. </span>Wichtig ist letztlich aber auch die Aufwertung der Arbeit, die Frauen in unserer Gesellschaft täglich leisten. Die ErzieherInnen haben den Anfang gemacht. Wenn die FDP das Wort Leistungsträger in dem Mund nimmt, schweben der Mittelstand oder die Selbstständigen ungesagt durch den Raum. Ich wünsche mir, dass noch deutlicher betont wird, dass auch AltenpflegerInnen, GrundschullehrerInnen und GebäudereinigerInnen zu den LeistungsträgerInnen in Deutschland gehören.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: small;">Und am Ende zählt auch, ob Frauen, vor allem junge Frauen, in der Politik vertreten sind. Mit ihrem Gesicht. In den Parteien, in der Kommunalpolitik, in den wichtigen Spitzenämtern. Ein wichtiges Zeichen hat der Kanzlerkandidat der SPD dabei bereits gesetzt: viele kompetente Frauen im Team. Da kann ich nur sagen: Weiter so!</span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.neofeminismus.de/?feed=rss2&amp;p=366</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Du entscheidest!</title>
		<link>http://www.neofeminismus.de/?p=361</link>
		<comments>http://www.neofeminismus.de/?p=361#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 14:59:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Molkentin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Schnappschüsse]]></category>

		<category><![CDATA[Du entscheidest]]></category>

		<category><![CDATA[Frauen]]></category>

		<category><![CDATA[Schwesig]]></category>

		<category><![CDATA[SPD]]></category>

		<category><![CDATA[Video]]></category>

		<category><![CDATA[Wahlaufruf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.neofeminismus.de/?p=361</guid>
		<description><![CDATA[Manuela Schwesig Mitglied des Team Steinmeier und verantwortlich für Familien-, Frauen-, Senioren- und Jugendpolitik appelliert in einem kurzen Statement an die Wählerinnen die SPD zu unterstützen, um mit einer starken SPD die Gleichstellung in Deutschland voranbringen zu können.

 
p.s.: Wenn Du Dich nicht entscheidest, verlasse ich Dich. Deine Demokratie
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span>Manuela Schwesig Mitglied des Team Steinmeier und verantwortlich für Familien-, Frauen-, Senioren- und Jugendpolitik appelliert in einem kurzen Statement an die Wählerinnen die SPD zu unterstützen, um mit einer starken SPD die Gleichstellung in Deutschland voranbringen zu können.</span></p>
<p><object width="560" height="340" data="http://www.youtube.com/v/qMuKMYuxabQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/qMuKMYuxabQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p> </p>
<p>p.s.: Wenn Du Dich nicht entscheidest, verlasse ich Dich. Deine Demokratie</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.neofeminismus.de/?feed=rss2&amp;p=361</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Den Norwegern auf die Finger geschaut</title>
		<link>http://www.neofeminismus.de/?p=339</link>
		<comments>http://www.neofeminismus.de/?p=339#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 22:54:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Biermann und Ingrid Norstein</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Pogo auf dem Arbeitsmarkt]]></category>

		<category><![CDATA[Aufsichtsräte]]></category>

		<category><![CDATA[Genderquote]]></category>

		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>

		<category><![CDATA[Quote]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.neofeminismus.de/?p=339</guid>
		<description><![CDATA[Erfahrungen mit der „Genderquote“ in Führungsgremien der Großunternehmen
Download the norwegian version (kvotering artikkle)
 
Der Beschluss Norwegens eine Mindestquote von 40% Frauen oder Männern in den Aufsichtsräten norwegischer Unternehmen einzuführen, erweckte 2003 große Aufmerksamkeit weit über die Landesgrenzen hinaus.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte weltweit kein anderes Land ein solches Gleichstellungsgesetz für die Wirtschaft durchgesetzt. Viele Norweger waren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erfahrungen mit der „Genderquote“ in Führungsgremien der Großunternehmen</strong></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.neofeminismus.de/wp-content/uploads/2009/09/kvotering_artikkel.doc" target="_blank">Download the norwegian version (kvotering artikkle)</a></p>
<p style="text-align: left;"> </p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-342" style="margin-right: 20px;" src="http://www.neofeminismus.de/wp-content/uploads/2009/09/wolfgangingrid-300x225.jpg" alt="wolfgangingrid" width="300" height="225" />Der Beschluss Norwegens eine Mindestquote von 40% Frauen oder Männern in den Aufsichtsräten norwegischer Unternehmen einzuführen, erweckte 2003 große Aufmerksamkeit weit über die Landesgrenzen hinaus.</p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Bis zu diesem Zeitpunkt hatte weltweit kein anderes Land ein solches Gleichstellungsgesetz für die Wirtschaft durchgesetzt. Viele Norweger waren skeptisch, als die Gender-Quote für größere Unternehmen vorgeschlagen wurde. Heute behauptet praktisch niemand, die Durchsetzung der Quote habe negative Auswirkungen gehabt, im Gegenteil. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Die meisten Unternehmer wie Arbeitnehmer bestätigen, dass die Diskussion über Frauen in Führungsetagen im Endeffekt <span style="mso-spacerun: yes"> </span>die Leitungskompetenz (styrekompetanse) der norwegischen Firmen<span style="mso-spacerun: yes">  </span>auf den Prüfstand stellte – und verbesserte. Mit anderen Worten: Die Genderquote führte zunächst zu einer Debatte über die Führungsqualität norwegischer Unternehmen. Es zeigte sich bald, dass – entgegen den Befürchtungen der Skeptiker –<span style="mso-spacerun: yes">  </span><span style="mso-spacerun: yes"> </span>die Mitwirkung von mehr qualifizierten Frauen in den Aufsichtsräten zu einem stärkeren Bewusstsein über die Rolle der Aufsichtsräte und die notwendigen Kompetenzen ihrer Mitglieder führte. Letztlich trug sie zu einer<span style="mso-spacerun: yes">  </span>Verbesserung der Arbeitsweise und Entscheidungen in den Firmen bei. </span></span></p>
<h4><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">1. Was war geschehen?</span></span></h4>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-family: Arial; font-size: small;">Die norwegische Regierung hatte Anfang 2003 eine 40%-Gender-Quote für die Aufsichtsräte großer Unternehmen vorgeschlagen. Anschließend verabschiedete das Parlament<span style="mso-spacerun: yes">  </span>das Gesetz, mit dem beide Geschlechter mindestens mit 40% in den Führungsgremien der staatlichen Unternehmen und größerer Aktiengesellschaften</span><a name="_ftnref3" href="http://www.neofeminismus.de/wp-admin/#_ftn3"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="mso-special-character: footnote"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-FAMILY: Arial; FONT-SIZE: 11pt; mso-fareast-font-family: Cambria; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><strong>[1]</strong></span></span></span></span></a><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;"> vertreten sein sollten. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Nach einer Vereinbarung mit dem privaten Sektor sollten die Regelungen über Vertretung der Geschlechter zunächst freiwillig umgesetzt werden. Sie sollten erst dann als gesetzliche Verpflichtung in Kraft treten, wenn die gewünschte Ausgewogenheit der Geschlechter auf freiwilliger Basis bis zum 1. Juli 2005 NICHT erzielt würde. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-family: Arial; font-size: small;">Bis 2005 jedoch stieg der Anteil der Frauen in den privaten Aktiengesellschaften nur auf 15,5%. Dies war in der Tat eine deutliche – freiwillige – Steigerung des Frauenanteils in den Aufsichtsräten gegenüber den 6% vor Verabschiedung des Gesetzes jedoch weit von dem angepeilten 40%-Ziel entfernt. So beschloss die Regierung Stoltenberg im Herbst 2005, dass das Gesetz mit Wirkung vom 1.1.2006 als Pflichtregelung in Kraft treten solle</span><a name="_ftnref4" href="http://www.neofeminismus.de/wp-admin/#_ftn4"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="mso-special-character: footnote"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-FAMILY: Arial; FONT-SIZE: 11pt; mso-fareast-font-family: Cambria; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><strong>[2]</strong></span></span></span></span></a><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;"> – einschließlich der Sanktionsdrohung, Unternehmen, die das Gesetz nicht erfüllten, aufzulösen.</span></span></p>
<h4><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">2. Gleichstellung per Gesetz in 3 Jahren oder freiwillig in 100 Jahren?</span></span></h4>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Hinter der Initiative der norwegischen Regierung standen eine Reihe von Überlegungen:</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Die wichtigste war die Einschätzung, dass die Unternehmensleitungen kompetenter arbeiten würden, wenn die Aufsichtsräte sich breiter zusammensetzten. Die Regierung fand es unwahrscheinlich, dass die besten Aufsichtsratsmitglieder nur in einer Hälfte der Bevölkerung gefunden werden könnten. Frauen waren in der Praxis fast von dieser Leitungstätigkeit ausgeschlossen, obwohl sie nachweislich über gute Ausbildung und langjährige Berufserfahrung verfügten.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Die freiwillige Erhöhung des Anteils von Frauen in den Leitungsgremien ging vor der Verabschiedung des Gesetzes so langsam voran, dass es nach Einschätzung der Regierung 100 Jahre dauern würde, bis die Gleichstellung das vorgesehene Niveau von 40% erreichen würde. Aus diesem Grund sei ein spezielles Gleichstellungsgesetz zur Erhöhung des Frauenanteils erforderlich. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Ein weiteres Argument waren Beispiele für Männerseilschaften, die nicht nur ihre jeweiligen Freunde mit Führungsposten versorgten sondern obendrein auch durch schlechte Geschäftspraktiken auffielen. </span></span></p>
<h4><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">3. Vorbehalte gegen die „Quote“ am Anfang</span></span></h4>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-family: Arial; font-size: small;">Zu Anfang gab es eine weit verbreitete Skepsis gegenüber der Quotenregelung für die Aufsichtsräte von Unternehmen .<span style="mso-spacerun: yes">  </span>Angeblich gäbe<span style="mso-spacerun: yes">  </span>es nicht genügend qualifizierte Frauen, und wenn man sie fände, hätten sie bereits einen Führungsjob inne. Eine erzwungene Vertretung der Frauen in Leitungsgremien würde die Qualität mindern und<span style="mso-spacerun: yes">  </span>der Entwicklung der Unternehmen schaden. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Anfangs waren auch manche Frauen, nicht zuletzt aus dem Kreis der damals vorhandenen 6% der weiblichen Aufsichtsratsmitgliedern, skeptisch. Sie fürchteten, als „Quotenfrauen“ abgestempelt zu werden, ohne das ihre Führungsqualitäten und –arbeiten ernst<span style="mso-spacerun: yes">  </span>genommen würden.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-family: Arial; font-size: small;">Ein juristischer Haupteinwand gegen das Gesetz war, dass die Betriebseigentümer freie Verfügung über ihr Unternehmen hätten und deshalb ohne staatliche Restriktionen über die Zusammensetzung der Aufsichtsräte entscheiden könnten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Die Regierung aber hielt dem entgegen, dass das Gesetz nicht für kleinere, persönliche<span style="mso-spacerun: yes">  </span>Privatbetriebe gelte, sondern für große Unternehmen mit einer breiten Eigentümerstruktur. In solchen Unternehmen gebe es nur wenige Kapitaleigner mit größeren Posten über 10%, so dass bei der Zusammensetzung der Aufsichtsräte mehr auf gesellschaftspolitische Interessen und auf eine gute Leitungspraxis zu achten sei als allein auf das Dispositionsrecht von einzelnen Kapitaleignern.<span style="mso-spacerun: yes">  </span></span></span></p>
<h4><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">4. Erfahrungen nach drei Jahren Gesetz über „40%-Quote“ : Keine Einwände mehr </span></span></h4>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-family: Arial; font-size: small;">Noch gibt es keine umfassenden empirischen Studien über die Auswirkungen der „Pflichtquote“ in Norwegen. Dennoch belegen internationale Untersuchungen, dass die Unternehmen produktiver arbeiten, je mehr Frauen in Führungsgremien</span><a name="_ftnref5" href="http://www.neofeminismus.de/wp-admin/#_ftn5"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="mso-special-character: footnote"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-FAMILY: Arial; FONT-SIZE: 11pt; mso-fareast-font-family: Cambria; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><strong>[3]</strong></span></span></span></span></a><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;"><span style="mso-spacerun: yes">  </span>mitwirken</span></span><a name="_ftnref6" href="http://www.neofeminismus.de/wp-admin/#_ftn6"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="mso-special-character: footnote"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-FAMILY: Arial; FONT-SIZE: 11pt; mso-fareast-font-family: Cambria; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><strong>[4]</strong></span></span></span></span></a><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-family: Arial; font-size: small;">Seitdem die Frauen mit mehr als gesetzlich vorgeschriebenen 44% in den Aufsichtsräten vertreten sind, sind die Gegner der „Frauen-Quote“ in Norwegen auffallend ruhig geworden,. Niemand behauptet mehr ernsthaft, die „Quote“<span style="mso-spacerun: yes">  </span>hätte geschadet.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-family: Arial; font-size: small;">Die meisten Vertreter der norwegischen „Business-Welt“ räumen heute ein, das Gesetz hätte sie gezwungen, über ihren Tellerrand hinaus zu schauen. Der gesetzliche Zwang habe die Entwicklung schneller vorangetrieben als das Prinzip der „Freiwilligkeit“. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Ihre Erfahrungen mit den<span style="mso-spacerun: yes">  </span>neuen Vertreterinnen in den Aufsichtsgremien gelten als durchweg sehr positiv. <span style="mso-spacerun: yes"> </span>Zum Erfolg trug von Anfang an auch der norwegische Unternehmerverband (NHO) bei.<span style="mso-spacerun: yes">  </span>Der NHO legte ein sehr erfolgreiches <span style="mso-spacerun: yes"> </span><span style="mso-spacerun: yes"> </span>„Female Future Programme“ und ein „Rekrutierungs-Programm“ mit Hilfe einer Datenbank über führungsqualifizierte Frauen auf. Das Ergebnis des NHO-Programms: </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="TEXT-INDENT: -14.2pt; MARGIN: 0cm 0cm 6pt 14.2pt; tab-stops: list 14.2pt left 1.0cm 42.55pt 14.0cm; mso-list: l0 level1 lfo2"><span style="mso-fareast-font-family: Arial; mso-bidi-font-family: Arial"><span style="mso-list: Ignore"><span style="font-family: Arial; font-size: small;">-</span><span style="FONT: 7pt 'Times New Roman'">       </span></span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Frauen in norwegischen Leitungsgremien<span style="mso-spacerun: yes">  </span>sind durchweg jünger als Männer,<span style="mso-spacerun: yes">  </span>und haben meist eine bessere Ausbildung. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="TEXT-INDENT: -14.2pt; MARGIN: 0cm 0cm 6pt 14.2pt; tab-stops: list 14.2pt left 1.0cm 42.55pt 14.0cm; mso-list: l0 level1 lfo2"><span style="mso-fareast-font-family: Arial; mso-bidi-font-family: Arial"><span style="mso-list: Ignore"><span style="font-family: Arial; font-size: small;">-</span><span style="FONT: 7pt 'Times New Roman'">       </span></span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Sie arbeiten außerhalb der etablierten männlichen Netzwerke und handeln daher unabhängiger. Obendrein haben sie den Ruf erworben, gründlicher und engagierter zu arbeiten und sich ganzheitlich um das Unternehmen und seine Organisation zu kümmern. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Viele <strong>Führungsmanager</strong> zeigen sich beeindruckt, dass durch das andersartige Herangehen von Frauen andere Gesichtspunkte in Entscheidungen einflossen, die im Endeffekt die Unternehmen gestärkt hätten – insbes. auch in schwierigen Zeiten. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Sie berichten, dass Frauen viel kritischer seien und oft Schritte zur Beendigung schlechter Geschäftspraktiken durchgesetzt hätten. Die wirklichen Entscheidungen würden mehr als früher in den formellen Sitzungen getroffen - nicht in &#8220;verbalen Kungeleien&#8221; im Voraus. Dies sei wichtig, weil der Aufsichtsrat als Ganzes rechtlich und finanziell für das Unternehmen verantwortlich ist.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Kate Sweetman interviewte 2009 eine Reihe von Führungsmanagern (CEO), unter ihnen <em>Svein Renemo</em> / Statoil Hydro; <em>Jannik Lindbaek</em> / Statoil Hydro; <em>Elisabeth Grieg</em> / Norwegian Shipping Association; <em>Ole Jacob Sunde</em> / Schibsted und <em>Leiv Askvig</em> / Oslo Stock Exchange.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-family: Arial; font-size: small;">Deren Äußerungen nach knapp 4 Jahren Quoten-Gesetz schildert Sweetman so: </span><a name="_ftnref7" href="http://www.neofeminismus.de/wp-admin/#_ftn7"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="mso-special-character: footnote"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-FAMILY: Arial; FONT-SIZE: 11pt; mso-fareast-font-family: Cambria; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><strong>[5]</strong></span></span></span></span></a></p>
<p class="MsoNormal" style="TEXT-INDENT: -14.2pt; MARGIN: 0cm 0cm 6pt 14.2pt; tab-stops: list 14.2pt left 1.0cm 42.55pt 14.0cm; mso-list: l1 level1 lfo3"><span style="mso-fareast-font-family: Arial; mso-bidi-font-family: Arial"><span style="mso-list: Ignore"><span style="font-family: Arial; font-size: small;">-</span><span style="FONT: 7pt 'Times New Roman'">       </span></span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Frauen seien besser vorbereitet und stellten mehr Fragen an die Betriebsleitungen als Männer. Sie seien mehr daran interessiert, wie die Organisation funktioniert und mit welchen Menschen und Funktionen. Männer neigen eher dazu, aus der Hüfte zu schießen.<span style="mso-spacerun: yes">  </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="TEXT-INDENT: -14.2pt; MARGIN: 0cm 0cm 6pt 14.2pt; tab-stops: list 14.2pt left 1.0cm 42.55pt 14.0cm; mso-list: l1 level1 lfo3"><span style="mso-fareast-font-family: Arial; mso-bidi-font-family: Arial"><span style="mso-list: Ignore"><span style="font-family: Arial; font-size: small;">-</span><span style="FONT: 7pt 'Times New Roman'">       </span></span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Die wichtigste Rolle des Aufsichtsrats sei die Beratung der Unternehmenschefs. Die Chefs benötigten für Entscheidungen nicht das Vortragen gleicher Meinungen durch verschiedene Personen, sondern unterschiedliche Standpunkte, um den<span style="mso-spacerun: yes">  </span>Entwicklungsprozess des Unternehmens zu fördern. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="TEXT-INDENT: -14.2pt; MARGIN: 0cm 0cm 6pt 14.2pt; tab-stops: list 14.2pt left 1.0cm 42.55pt 14.0cm; mso-list: l1 level1 lfo3"><span style="mso-fareast-font-family: Arial; mso-bidi-font-family: Arial"><span style="mso-list: Ignore"><span style="font-family: Arial; font-size: small;">-</span><span style="FONT: 7pt 'Times New Roman'">       </span></span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Der hohe Anteil der Frauen<span style="mso-spacerun: yes">  </span>bewirke eine positive Gruppendynamik in der Arbeit der Leitungsgremien. Nach Einführung der Genderquote gebe es weniger individuelle Selbstdarstellungen, sondern mehr Fokus auf die Gesamtinteressen des Unternehmens . </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="TEXT-INDENT: -14.2pt; MARGIN: 0cm 0cm 6pt 14.2pt; tab-stops: list 14.2pt left 1.0cm 42.55pt 14.0cm; mso-list: l1 level1 lfo3"><span style="mso-fareast-font-family: Arial; mso-bidi-font-family: Arial"><span style="mso-list: Ignore"><span style="font-family: Arial; font-size: small;">-</span><span style="FONT: 7pt 'Times New Roman'">       </span></span></span><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Unterschiede zwischen den Vorstandsmitgliedern erlaubten der Leitung, bessere Entscheidungen zu treffen. Unterschiedliche Erfahrungen, Bildung, Alter, Nationalität und Geschlecht erlaubten eine breitere Perspektive und Einschätzungen von Kunden und Märkten. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-family: Arial; font-size: small;">Die wenigen noch vorhandenen Skeptiker teilen die Meinung eines bekannten norwegischen Unternehmers: &#8220;Im Prinzip mag ich keine Quoten. Aber ich kann keine großen Probleme an der praktischen Anwendung des Gesetzes erkennen&#8221; </span><a name="_ftnref8" href="http://www.neofeminismus.de/wp-admin/#_ftn8"><sup><span style="mso-special-character: footnote"><sup><span style="FONT-FAMILY: Arial; FONT-SIZE: 11pt; mso-fareast-font-family: Cambria; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA">[6]</span></sup></span></sup></a></p>
<h4><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">5. Wie ist der Erfolg der Reform zu erklären? </span></span></h4>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Man könnte fragen: Ist die gesetzliche Durchsetzung einer Frauenquote in den Großunternehmen nur in Norwegen möglich, wo alle Regierungen seit der Zeit Gro Harlem Brundtlands in den 80er Jahren etwa 50% Frauen – meist mit kleineren Kindern übrigens – in der Regierung hatten? – oder: Kann nur eine kleine, reiche und von Gleichstellung geprägte Gesellschaft wie Norwegen solche Änderungen umsetzen? </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Die Antwort ist ein bisschen ja, aber überwiegend ein klares nein!</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Für die norwegischen Sozialdemokraten, aber auch für die Konservativen,<span style="mso-spacerun: yes">  </span>war die Reform notwendig. Es gab objektiv keinen Grund mehr für die Annahme, es gebe nicht genügend qualifizierte Frauen für Sitze in den Aufsichtsräten. Allerdings hatten Regierung und Parlament Grund zu der Hypothese, dass traditionelle Männer-Seilschaften und Netzwerke bewusst oder unbewusst Frauen aus der Leitungsebene ausschlossen. Deshalb war eine Gesetzgebung zur Durchsetzung der Gleichstellung in der Wirtschaft erforderlich, auch mit Sanktionsandrohung bei Nichterfüllung. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">War es besonders leicht, dies in Norwegen zu tun? Vielleicht. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-family: Arial; font-size: small;">Norwegen hat seit Jahrzehnten positive Erfahrung mit der Quote für Frauen in politischen Parteien, öffentlichen Ausschüssen und parlamentarischen Gremien gemacht</span><a name="_ftnref9" href="http://www.neofeminismus.de/wp-admin/#_ftn9"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="mso-special-character: footnote"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-FAMILY: Arial; FONT-SIZE: 11pt; mso-fareast-font-family: Cambria; mso-bidi-font-family: 'Times New Roman'; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><strong>[7]</strong></span></span></span></span></a><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Es ist in Norwegen seit Jahrzehnten selbstverständlich, dass Frauen – auch junge Mütter – Familie und Beruf vereinbaren können. </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Für die Gleichstellung hatte die Sozialdemokratie in Norwegen seit Ende der 60er Jahre mit ihrer Reformpolitik wichtige Voraussetzungen geschaffen: Ganztagsbetreuung von Kindern, Einheitsschule für alle mit einen hohem Anteil der Hochschulreife, Gehaltsfortzahlung für ein Jahr nach der Geburt eines Kindes,<span style="mso-spacerun: yes">  </span>gezielte Förderung von Mädchen aus benachteiligten Bevölkerungs- und Einwanderergruppen.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Diese Reformpolitik hatte hohe Sozial- und Bildungsstandards, hohe Beschäftigungsquoten für die Frauen, eine hohe Geburtenrate und hohe Wirtschaftseffizienz in Norwegen (und den anderen nordischen Staaten) zur Folge.<span style="mso-spacerun: yes">  </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Möglicherweise ist es in einem kleinen Land leichter, einen &#8220;Überblick&#8221;<span style="mso-spacerun: yes">  </span>über für Führungsaufgaben qualifizierte Frauen zu bekommen. Aber wenn es im kleinen Norwegen mit rund 4 ½ Millionen Einwohnern so viele qualifizierte Frauen gibt, wie viel mehr muss es da in Deutschland mit fast 20-mal so vielen Einwohnern geben?</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">In Norwegen war es nur eine Frage der Zeit, durch Reformen den Anteil von Frauen in Führungspositionen drastisch zu erhöhen. Für Sozialdemokraten in Deutschland ist es logisch, dass nicht nur die nordischen Reformerfahrungen generell, sondern auch das norwegische Modell der 40%-Genderquote Pate stand bei entsprechenden Formulierungen im SPD-Regierungsprogramm für 2009-2013. Deshalb ist es nach den Bundestagswahlen auch in Deutschland an der Zeit, dieses Programm durchzusetzen.</span></span></p>
<div style="mso-element: footnote">
<p class="MsoFootnoteText" style="MARGIN: 0cm 0cm 2pt 14.2pt"><a name="_ftn1" href="http://www.neofeminismus.de/wp-admin/#_ftnref1"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-FAMILY: Symbol; FONT-SIZE: 10pt; mso-ascii-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-font-family: 'Times New Roman'; mso-char-type: symbol; mso-symbol-font-family: Symbol"><span style="mso-char-type: symbol; mso-symbol-font-family: Symbol"><strong>*</strong></span></span></span></a><span style="font-family: Times New Roman;"><sup><span style="FONT-SIZE: 10pt">)</span></sup><span style="FONT-SIZE: 10pt"> <span style="mso-tab-count: 1">   </span>Ingrid Norstein ist Mitglied der Norwegischen Arbeiterpartei und arbeitet im Norwegischen Außenministerium.</span></span></p>
</div>
<div style="mso-element: footnote">
<p class="MsoFootnoteText" style="MARGIN: 0cm 0cm 6pt 14.2pt"><a name="_ftn2" href="http://www.neofeminismus.de/wp-admin/#_ftnref2"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-FAMILY: Symbol; FONT-SIZE: 10pt; mso-ascii-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-font-family: 'Times New Roman'; mso-char-type: symbol; mso-symbol-font-family: Symbol"><span style="mso-char-type: symbol; mso-symbol-font-family: Symbol"><strong>*</strong></span></span></span></a><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-FAMILY: Symbol; FONT-SIZE: 10pt; mso-ascii-font-family: 'Times New Roman'; mso-hansi-font-family: 'Times New Roman'; mso-char-type: symbol; mso-symbol-font-family: Symbol"><span style="mso-char-type: symbol; mso-symbol-font-family: Symbol"><strong>*</strong></span></span></span><span style="font-family: Times New Roman;"><sup><span style="FONT-SIZE: 10pt">)</span></sup><span style="FONT-SIZE: 10pt">  Wolfgang Biermann ist Sprecher des SPD-Freundeskreises in Oslo und arbeitet beim SPD-Parteivorstand.</span></span></p>
</div>
<div style="mso-element: footnote">
<p class="MsoFootnoteText" style="MARGIN: 0cm 0cm 2pt 14.2pt"><a name="_ftn3" href="http://www.neofeminismus.de/wp-admin/#_ftnref3"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-SIZE: 10pt; FONT-WEIGHT: normal"><span style="mso-special-character: footnote"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-FAMILY: 'Times New Roman'; FONT-SIZE: 10pt; FONT-WEIGHT: normal; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-family: Arial; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA">[1]</span></span></span></span></span></a><span style="font-family: Times New Roman;"><strong><span style="FONT-SIZE: 10pt"> </span></strong><span style="FONT-SIZE: 10pt"><span style="mso-tab-count: 1">    </span>Die Bestimmungen des Gesetzes sehen Genderquoten für die Aufsichtsräte norwegischer Unternehmen vor.<span style="mso-spacerun: yes">  </span>(Dabei ist zu beachten, dass die Aufsichtsräte in Norwegen die rechtliche Verantwortung für das Unternehmen und daher eine unmittelbare Leitungsfunktion über das Unternehmen haben; Sie kümmern sich mehr als in Deutschland üblich auch um das operative Geschäft der Unternehmen):</span></span></p>
<p class="MsoFootnoteText" style="MARGIN: 0cm 0cm 2pt 28.4pt; tab-stops: list 28.4pt; mso-list: l2 level1 lfo1"><span style="FONT-FAMILY: Arial; FONT-SIZE: 10pt; mso-fareast-font-family: Arial"><span style="mso-list: Ignore">-<span style="FONT: 7pt 'Times New Roman'">        </span></span></span><span style="FONT-SIZE: 10pt"><span style="font-family: Times New Roman;">Verfügt der Aufsichtsrat über zwei oder drei Mitglieder, müssen beide Geschlechter vertreten sein,</span></span></p>
<p class="MsoFootnoteText" style="MARGIN: 0cm 0cm 2pt 28.4pt; tab-stops: list 28.4pt; mso-list: l2 level1 lfo1"><span style="FONT-FAMILY: Arial; FONT-SIZE: 10pt; mso-fareast-font-family: Arial"><span style="mso-list: Ignore">-<span style="FONT: 7pt 'Times New Roman'">        </span></span></span><span style="FONT-SIZE: 10pt"><span style="font-family: Times New Roman;">verfügt der Aufsichtsrat über vier oder fünf Mitglieder, soll jedes Geschlecht mindestens mit zwei Personen vertreten sein; </span></span></p>
<p class="MsoFootnoteText" style="MARGIN: 0cm 0cm 2pt 28.4pt; tab-stops: list 28.4pt; mso-list: l2 level1 lfo1"><span style="FONT-FAMILY: Arial; FONT-SIZE: 10pt; mso-fareast-font-family: Arial"><span style="mso-list: Ignore">-<span style="FONT: 7pt 'Times New Roman'">        </span></span></span><span style="FONT-SIZE: 10pt"><span style="font-family: Times New Roman;">verfügt der Aufsichtsrat über sechs bis acht Mitglieder, muss jedes Geschlecht mit mindestens drei Personen sein </span></span></p>
<p class="MsoFootnoteText" style="MARGIN: 0cm 0cm 2pt 28.4pt; tab-stops: list 28.4pt; mso-list: l2 level1 lfo1"><span style="FONT-FAMILY: Arial; FONT-SIZE: 10pt; mso-fareast-font-family: Arial"><span style="mso-list: Ignore">-<span style="FONT: 7pt 'Times New Roman'">        </span></span></span><span style="FONT-SIZE: 10pt"><span style="font-family: Times New Roman;">hat der Aufsichtsrat neun Mitglieder, müssen je nach Geschlecht mindestens vier Personen vertreten sein, </span></span></p>
<p class="MsoFootnoteText" style="MARGIN: 0cm 0cm 2pt 28.4pt; tab-stops: list 28.4pt; mso-list: l2 level1 lfo1"><span style="FONT-FAMILY: Arial; FONT-SIZE: 10pt; mso-fareast-font-family: Arial"><span style="mso-list: Ignore">-<span style="FONT: 7pt 'Times New Roman'">        </span></span></span><span style="FONT-SIZE: 10pt"><span style="font-family: Times New Roman;">hat der Aufsichtsrat mehr Mitglieder, je nach Geschlecht mindestens 40% vertreten sein</span></span></p>
<p class="MsoFootnoteText" style="TEXT-INDENT: 0cm; MARGIN: 0cm 0cm 2pt 14.2pt"><span style="FONT-SIZE: 10pt"><span style="font-family: Times New Roman;">Die Regeln gelten gleichermaßen für öffentliche Unternehmen<span style="mso-spacerun: yes">  </span>und für große börsennotierte Unternehmen (ca. 500 börsennotierte Großunternehmen), nicht für kleine und mittlere private Unternehmen.</span></span></p>
<p class="MsoFootnoteText" style="MARGIN: 0cm 0cm 2pt 14.2pt"><span style="FONT-SIZE: 10pt"><span style="font-family: Times New Roman;"> </span></span></p>
</div>
<div style="mso-element: footnote">
<p class="MsoFootnoteText" style="MARGIN: 0cm 0cm 2pt 14.2pt"><a name="_ftn4" href="http://www.neofeminismus.de/wp-admin/#_ftnref4"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-SIZE: 10pt"><span style="mso-special-character: footnote"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-FAMILY: 'Times New Roman'; FONT-SIZE: 10pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-family: Arial; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><strong>[2]</strong></span></span></span></span></span></a><span style="FONT-SIZE: 10pt"><span style="font-family: Times New Roman;"> <span style="mso-tab-count: 1">    </span>Es gibt eine Übergangsregelung für die Einführung der 40%-Quote in einen Zeitraum von 2 Jahren. Danach besteht als Sanktion die Androhung der Zwangsliquidation, wenn das Unternehmen nicht den gesetzlichen Vorschriften zur Vertretung der Geschlechter nachkommt.</span></span></p>
</div>
<div style="mso-element: footnote">
<p class="MsoFootnoteText" style="MARGIN: 0cm 0cm 2pt 14.2pt"><a name="_ftn5" href="http://www.neofeminismus.de/wp-admin/#_ftnref5"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-SIZE: 10pt"><span style="mso-special-character: footnote"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-FAMILY: 'Times New Roman'; FONT-SIZE: 10pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-family: Arial; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><strong>[3]</strong></span></span></span></span></span></a><span style="FONT-SIZE: 10pt"><span style="font-family: Times New Roman;"> <span style="mso-tab-count: 1">    </span>Das norwegische Gesetz über die Genderquote von 40% in den “styre” der Aktiengesellschaften<span style="mso-spacerun: yes">  </span>bezieht sich auf die Aufsichtsräte, nicht die Vorstände von Unternehmen. Allerdings haben die Aufsichtsräte im Unterschied zu Deutschland in Norwegen die volle rechtliche Verantwortung für das Unternehmen gegenüber den Vorständen. </span></span></p>
</div>
<div style="mso-element: footnote">
<p class="MsoFootnoteText" style="MARGIN: 0cm 0cm 2pt 14.2pt"><a name="_ftn6" href="http://www.neofeminismus.de/wp-admin/#_ftnref6"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-SIZE: 10pt"><span style="mso-special-character: footnote"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-FAMILY: 'Times New Roman'; FONT-SIZE: 10pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-family: Arial; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><strong>[4]</strong></span></span></span></span></span></a><span style="FONT-SIZE: 10pt; mso-ansi-language: EN-GB" lang="EN-GB"><span style="font-family: Times New Roman;"> <span style="mso-tab-count: 1">    </span>Siehe: Egon Zehnder, Internationals study: Women on European Boards (2009)</span></span></p>
</div>
<div style="mso-element: footnote">
<p class="MsoFootnoteText" style="MARGIN: 0cm 0cm 2pt 14.2pt"><a name="_ftn7" href="http://www.neofeminismus.de/wp-admin/#_ftnref7"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-SIZE: 10pt"><span style="mso-special-character: footnote"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-FAMILY: 'Times New Roman'; FONT-SIZE: 10pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-family: Arial; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><strong>[5]</strong></span></span></span></span></span></a><span style="font-family: Times New Roman;"><span style="FONT-SIZE: 10pt; mso-ansi-language: EN-GB" lang="EN-GB"> <span style="mso-tab-count: 1">    </span>Fast Company Expert Blog: </span><span style="FONT-SIZE: 10pt; mso-ansi-language: EN-GB" lang="EN-GB">Norway</span><span style="FONT-SIZE: 10pt; mso-ansi-language: EN-GB" lang="EN-GB">’s Boards – Two Years Later, What Difference Do Women Make? BY Kate Sweetman </span><span style="FONT-SIZE: 10pt; mso-ansi-language: EN-GB" lang="EN-GB">Mon Jul 13, 2009</span><span style="FONT-SIZE: 10pt; mso-ansi-language: EN-GB" lang="EN-GB">. in: http://www.fastcompany.com/blog/kate-sweetman/decoding-leadership/norway-s-boards-two-years-later-what-difference-do-women-make</span></span></p>
</div>
<div style="mso-element: footnote">
<p class="MsoFootnoteText" style="MARGIN: 0cm 0cm 2pt 14.2pt"><a name="_ftn8" href="http://www.neofeminismus.de/wp-admin/#_ftnref8"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-SIZE: 10pt"><span style="mso-special-character: footnote"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-FAMILY: 'Times New Roman'; FONT-SIZE: 10pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-family: Arial; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><strong>[6]</strong></span></span></span></span></span></a><span style="FONT-SIZE: 10pt; mso-ansi-language: EN-GB" lang="EN-GB"><span style="font-family: Times New Roman;"> <span style="mso-tab-count: 1">    </span>Idar Kreutzer, CEO Storebrand, Financial Times 14.09.09</span></span></p>
</div>
<div style="mso-element: footnote">
<p class="MsoFootnoteText" style="MARGIN: 0cm 0cm 2pt 14.2pt"><a name="_ftn9" href="http://www.neofeminismus.de/wp-admin/#_ftnref9"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-SIZE: 10pt"><span style="mso-special-character: footnote"><span class="MsoFootnoteReference"><span style="FONT-FAMILY: 'Times New Roman'; FONT-SIZE: 10pt; mso-fareast-font-family: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-family: Arial; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA"><strong>[7]</strong></span></span></span></span></span></a><span style="FONT-SIZE: 10pt"><span style="font-family: Times New Roman;"> <span style="mso-tab-count: 1">    </span>Die Forderungen nach 40% iger Vertretung beider Geschlechter in öffentlichen Leitungen und Gremien wurde seit Mitte der 80er Jahre von <span style="text-decoration: underline;">allen</span> Parteien Norwegens (mit Ausnahme der rechtspopulistischen Fortschrittspartei) praktiziert, auch bei ihren Listen für Parlamentswahlen.</span></span></p>
</div>
<hr size="1" />
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.neofeminismus.de/?feed=rss2&amp;p=339</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Frauen springen weiter! Wer hopst hinterher?</title>
		<link>http://www.neofeminismus.de/?p=326</link>
		<comments>http://www.neofeminismus.de/?p=326#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 16:20:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Molkentin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Schnappschüsse]]></category>

		<category><![CDATA[Brigitte]]></category>

		<category><![CDATA[Ernährermodell]]></category>

		<category><![CDATA[Frauen auf dem Sprung]]></category>

		<category><![CDATA[gleichberechtigte Partnerschaft]]></category>

		<category><![CDATA[kompromissloser]]></category>

		<category><![CDATA[Studie]]></category>

		<category><![CDATA[WZB]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.neofeminismus.de/?p=326</guid>
		<description><![CDATA[
Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und das Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) haben mit Unterstützung einer gekannten Frauenzeitschrift die Studie &#8220;Frauen auf dem Sprung&#8221; fortgesetzt. 2007 wurden für die repräsentative Untersuchung insgesamt 1.020 Frauen zwischen 17 und 19 bzw. 27 und 29 Jahren persönlich interviewt. 18 Monate später erscheint heute das Update. Frauen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-327" title="frauensprung" src="http://www.neofeminismus.de/wp-content/uploads/2009/09/frauensprung.jpg" alt="frauensprung" width="590" height="270" /></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: 10pt;">Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und das Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) haben mit Unterstützung einer gekannten Frauenzeitschrift die Studie &#8220;Frauen auf dem Sprung&#8221; fortgesetzt. 2007 wurden für die repräsentative Untersuchung insgesamt 1.020 Frauen zwischen 17 und 19 bzw. 27 und 29 Jahren persönlich interviewt. 18 Monate später erscheint heute das Update. Frauen, die auch schon beim letzten Mal befragt wurden, sollten Aufschluss darüber geben, ob sie auch in Krisenzeiten zu ihrem Wort stehen.<br />
</span></p>
<p><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: 10pt;"><strong>Frauen sind noch kompromissloser?</strong> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: 10pt;">Ein Kompromiss ist ein Ausgleich, der durch beiderseitiges Nachgeben erzielt wird. Wenn Frauen aber bisher wegen des Partners auf Job, Wohnort oder gar Nachwuchs und umgekehrt verzichtet haben, war dies kein Kompromiss. Mir zumindest leuchtet nicht ein, in welchem Punkt Männer in der Vergangenheit nachgegeben haben sollten. Als kompromissloser wurden die Frauen aber vorgestellt, die 2009 noch mehr als 2007 sagen, dass sie für eine Partnerschaft keine Einkommensverluste hinnehmen würden. Kompromissloser sollen sie auch sein, weil sie für ihre Arbeit weder auf eine Partnerschaft, noch auf Kinder verzichten würden. Faule Kompromisse sind keine Kompromisse, insofern finde ich die Frauen nur konsequenter. Oder kann mir jemand erklären, was die Frauen im Gegenzug dafür bekommen, wenn sie auf Einkommen, Aufstiegsmöglichkeiten oder Kinder verzichten. Das Entgegenkommen soll ja wohl hoffentlich nicht ausschließlich aus der Partnerschaft bestanden haben?</span></p>
<p><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: 10pt;"><strong>Frauen kaufen ihre Butter selbst!</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: 10pt;">Am deutlichsten fällt das Ergebnis hinsichtlich der Erwartungen an den Partner bzw. die Partnerin aus. Hier zeigt sich, dass die Vorstellungen von Männern und Frauen noch nicht zusammenpassen. Während die Frauen es am wichtigsten finden, wenn ihr Partner sich Zeit für die Familie nimmt (37%) und gleich danach auf die Bildung des potenziell Auserwählten blicken, so halten sich die Männer noch immer mit der Vorstellung auf, der Ernährer dieser Familie sein zu müssen. Über die Hälfte der Männer (52%) ist es am wichtigsten mehr Geld als die Partnerin zu verdienen. Die Frauen aber wollen sich ihre Butter selbst kaufen können. So finden 91% es wirklich wichtig einen Arbeitsplatz zu haben und 88% streben nach finanzieller Sicherheit. Damit ist nicht gemeint, dass sie in den finanziellen Abhängigkeitshafen schippern wollen, denn 87% sagen auch, dass ihnen finanzielle Unabhängigkeit wirklich wichtig ist.</p>
<p><p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: 10pt;"><strong>Kein Rückzieher</strong></span></p>
<p>Das Update der Studie macht deutlich, dass die Frauen auch in schwierigeren Situationen keinen Rückzieher machen. Die Frauen sind sogar noch etwas weiter gesprungen als 2007. Nun müssen Politik und Männer hinterher hopsen. Ich sehe in den Aussagen, dass das Betreuungsgeld von keiner jungen Frau gewünscht ist. Vielmehr sollte das Geld in den nötigen Ausbau der Kinderbetreuung fließen. Denn junge Frauen wünschen sich keine Debatte, sondern die Realisierung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Erkennbar ist auch, das dass Ehegattensplitting ausgedient hat. Steuerliche Erleichterungen, die den Einkommensunterschied manifestieren und eine traditionelle Rollenverteilung fördern sind nicht mehr gewollt. Ich sehe aber auch, dass hinsichtlich der weiblichen Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt das derzeitige Teilzeiten überwunden werden muss. Die gewünschte finanzielle Unabhängigkeit ist mit 20-30 Stunden-Jobs nicht zu erreichen. Vielmehr müssen wir darüber nachdenken, wie die Arbeitszeit in der Phase von Familiengründung und Kinderbetreuung für BEIDE Elternteile ausgestaltet werden könnten.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: 10pt;">Es gibt noch viel zu tun! Hier sind die <a href="http://www.brigitte.de/producing/pdf/brigitte-studie.pdf" target="_blank">Entscheidungs-Grundlagen </a>dazu.</span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.neofeminismus.de/?feed=rss2&amp;p=326</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Frauen ziehen schon in der Ausbildung den Kürzeren</title>
		<link>http://www.neofeminismus.de/?p=313</link>
		<comments>http://www.neofeminismus.de/?p=313#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 15:47:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Muench</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Pogo auf dem Arbeitsmarkt]]></category>

		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>

		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>

		<category><![CDATA[DGB-Jugend]]></category>

		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.neofeminismus.de/?p=313</guid>
		<description><![CDATA[
Heute wurde der neue Ausbildungsreport der DGB-Jugend veröffentlicht. Er bestätigt das, was ich immer schon geahnt habe: Junge Frauen sind bereits in der Ausbildung benachteiligt. Weniger Lohn, weniger Urlaub und mehr Überstunden, die nicht abgebaut werden können - das ist der große geschlechtsspezifische Unterschied in der Ausbildung. Diskriminierungen, die in der Ausbildung beginnen, setzen sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-322" title="Lernen" src="http://www.neofeminismus.de/wp-content/uploads/2009/08/ausbildung.jpg" alt="Lernen" width="551" height="308" /></p>
<p>Heute wurde der neue Ausbildungsreport der DGB-Jugend veröffentlicht. Er bestätigt das, was ich immer schon geahnt habe: Junge Frauen sind bereits in der Ausbildung benachteiligt. Weniger Lohn, weniger Urlaub und mehr Überstunden, die nicht abgebaut werden können - das ist der große geschlechtsspezifische Unterschied in der Ausbildung. Diskriminierungen, die in der Ausbildung beginnen, setzen sich auf dem Arbeitsmarkt der Erwachsenen fort.</p>
<p>Zeit, dass sich endlich etwas dreht in der Arbeitswelt! Während die Konservativen weiter mit geschlossenen Augen durch die Welt laufen und die Interessen der jungen Frauen an die der Wirtschaft verkaufen, kämpft die SPD für einen Mindestlohn und für gleiches Geld für gleiche Arbeit. Erste Schritte, die nicht allheilsbringend sind, aber erst mal dafür sorgen, dass die Lohntüten gleich gefüllt sind.</p>
<p>Der Ausbildungsreport 2009 ist nachzulesen unter <a href="http://www.dgb-jugend.de">www.dgb-jugend.de</a>, genauer gesagt <a href="http://www.dgb-jugend.de/neue_downloads/data/ausbildungsreport_2009.pdf" target="_blank">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.neofeminismus.de/?feed=rss2&amp;p=313</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Merkel meint: Frag mal wieder nach!</title>
		<link>http://www.neofeminismus.de/?p=300</link>
		<comments>http://www.neofeminismus.de/?p=300#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 22:27:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Molkentin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Pogo auf dem Arbeitsmarkt]]></category>

		<category><![CDATA[Bitte]]></category>

		<category><![CDATA[Lohndiskriminierung]]></category>

		<category><![CDATA[Merkel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.neofeminismus.de/?p=300</guid>
		<description><![CDATA[Alice Schwarzer hat Ihrer Freundin Angela einen Gefallen tun wollen und sie für die EMMA interviewt. In der letzten Ausgabe vor der Wahl sollte Angela menschlicher, weiblicher und nett rüber kommen. So plauderte diese über das Schreiben von Einkaufzetteln und gebackenen Johannisbeerkuchen.
Aber es ging in dem Gespräch neben diesen und anderen Nebensächlichkeiten auch um Politik.
Doch liest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-308" src="http://www.neofeminismus.de/wp-content/uploads/2009/08/bittebitte-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" />Alice Schwarzer hat Ihrer Freundin Angela einen Gefallen tun wollen und sie für die EMMA interviewt. In der letzten Ausgabe vor der Wahl sollte Angela menschlicher, weiblicher und nett rüber kommen. So plauderte diese über das Schreiben von Einkaufzetteln und gebackenen Johannisbeerkuchen.</p>
<p>Aber es ging in dem Gespräch neben diesen und anderen Nebensächlichkeiten auch um Politik.</p>
<p>Doch liest man diese Antworten, so wirkt die Kanzlerin nicht mehr nett. Vielmehr offenbart sie, wer wirklich etwas von ihr zu erwarten hat: Die Unternehmen! </p>
<p>Die Unternehmen können erwarten, dass sie nicht auf ihre diskriminierenden Löhne angesprochen werden. Sie können erwarten, dass in Deutschland noch jeder Arbeitgeber selbst die Lohnuntergrenzen unterbieten kann und - das ist nun auch klar - sie können davon ausgehen, dass sie Frauen für die gleiche Arbeit nach wie vor schlechter bezahlen dürfen als Männer.</p>
<p>Der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern ist von höchster Stelle abgesegnet. Anders kann die Aussage von Angela Merkel nicht interpretiert werden. Die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland rät allen Frauen die über ihre Lohntüte diskriminiert werden, ihrem Chef zu sagen, dass sich da was ändern müsste.</p>
<p>&lt;Ironie&gt; Interessant, welche Gestaltungskraft hinter dieser Bundeskanzlerin steckt.  &lt;/Ironie&gt;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.neofeminismus.de/?feed=rss2&amp;p=300</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Schönheit! Schönheit! Kompetenz!</title>
		<link>http://www.neofeminismus.de/?p=285</link>
		<comments>http://www.neofeminismus.de/?p=285#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 14:34:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina Schulze</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Schein und Sein, Zeit und Geist]]></category>

		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<category><![CDATA[Rollenbilder]]></category>

		<category><![CDATA[Schwesig]]></category>

		<category><![CDATA[taz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.neofeminismus.de/?p=285</guid>
		<description><![CDATA[Manuela Schwesig ist zweifellos eines der Nachwuchstalente in der SPD und daher auch seit der Aufnahme in Steinmeiers Kompetenzteam zahlreich in den Medien vertreten. Es ist erfreulich, dass eine junge Frau in Deutschland wieder für echte Frauenpolitik eintritt, die zum einen nicht nur Familienpolitik ist und zum anderen die unterschiedlichsten Formen von Familie in Ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-296" style="margin-bottom: 15px; margin-right: 15px;" src="http://www.neofeminismus.de/wp-content/uploads/2009/08/hcp_09082303a-300x199.jpg" alt="hcp_09082303a" width="300" height="199" />Manuela Schwesig ist zweifellos eines der Nachwuchstalente in der SPD und daher auch seit der Aufnahme in Steinmeiers Kompetenzteam zahlreich in den Medien vertreten. Es ist erfreulich, dass eine junge Frau in Deutschland wieder für echte Frauenpolitik eintritt, die zum einen nicht nur Familienpolitik ist und zum anderen die unterschiedlichsten Formen von Familie in Ihre Politik mit einbezieht.</p>
<p>Einer der neuesten Berichte in der <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/%5Cfrauen-foerdern-zu-wenig-frauen%5C/">taz</a> hat mich heute jedoch sehr erschreckt. Dort ist Frau Schwesig in etwas seltsamer, körperlich sehr naher Pose mit Kanzlerkandidat Steinmeier abgebildet. Darunter die Unterschrift: &#8220;Ich bin nicht wegen meines Aussehens, sondern wegen meiner Kompetenz ins Team Steinmeier berufen worden.&#8221; Gleich die erste Frage des Interviews bezieht sich auf ihr Äußeres. Auch viele andere Darstellungen im Fernsehen und in den Zeitungen spielen auf ihr junges Alter und ihr Aussehen an.</p>
<p>Für mich zeigt diese Darstellung eins: Frauen werden in den Medien immer noch verstärkt auf ihr Äußeres reduziert. Impliziert wird damit suggeriert, dass sie nicht durch Ihre Kompetenz sondern durch Ihr Aussehen zu ihrem politischen Erfolg gekommen sind. Dieses Aufdrücken typischer Rollenmuster ist ärgerlich. Wieso müssen Frauen in den Medien auf diese Art und Weise dargestellt werden? Wann werden Frauen in Politik und Wirtschaft genauso ernst genommen wie Männer? Solang diese Darstellungen vorherrschen, wird sich auch in unseren Köpfen nichts verändern. Diese Darstellungen sind ein Rückschritt für die Gleichstellung und müssen kritisiert werden!</p>
<p>Über mich: Seit Juni 2009 bin ich Mitglied im Juso-Bundesvorstand und dort unter anderem für das Thema Gleichstellung zuständig. Als Tochter einer alleinerziehenden Mutter wurde mir früh die Benachteiligung von Frauen in der Gesellschaft bewusst. Seit langer Zeit bin ich daher – unter anderem bei amnesty international - für die Frauenrechte aktiv.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.neofeminismus.de/?feed=rss2&amp;p=285</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Nachgefragt bei Manuela Schwesig</title>
		<link>http://www.neofeminismus.de/?p=280</link>
		<comments>http://www.neofeminismus.de/?p=280#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 22:38:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Molkentin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Schnappschüsse]]></category>

		<category><![CDATA[Alleinerziehende]]></category>

		<category><![CDATA[Aufsichtsratsquote]]></category>

		<category><![CDATA[Elterngeld]]></category>

		<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>

		<category><![CDATA[Frauenpolitik]]></category>

		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>

		<category><![CDATA[Partnermonate]]></category>

		<category><![CDATA[Schwesig]]></category>

		<category><![CDATA[Team Steinmeier]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.neofeminismus.de/?p=280</guid>
		<description><![CDATA[
Manuela Schwesig ist Mitglied im Team von Frank-Walter Steinmeier und dort zuständig für die Themen Familien-, Jugend-, Frauen- und Seniorenpolitik. Wir wollten wissen, was Frauen und Familie zu erwarten haben. 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="560" height="340" data="http://www.youtube.com/v/rRrJ6jGT2Xo&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/rRrJ6jGT2Xo&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p><span>Manuela Schwesig ist Mitglied im Team von Frank-Walter Steinmeier und dort zuständig für die Themen Familien-, Jugend-, Frauen- und Seniorenpolitik. Wir wollten wissen, was Frauen und Familie zu erwarten haben. </span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.neofeminismus.de/?feed=rss2&amp;p=280</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Er trägt schon 68 und ich?</title>
		<link>http://www.neofeminismus.de/?p=269</link>
		<comments>http://www.neofeminismus.de/?p=269#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 20:25:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Molkentin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Zwischen Pudern und Promotion]]></category>

		<category><![CDATA[Angelina Jolie]]></category>

		<category><![CDATA[Betreuung]]></category>

		<category><![CDATA[Erwartungen]]></category>

		<category><![CDATA[Fanta]]></category>

		<category><![CDATA[Foodjournalistin]]></category>

		<category><![CDATA[Heidi Klum]]></category>

		<category><![CDATA[Latte-Macchiato-Mutter]]></category>

		<category><![CDATA[Lebenswelt]]></category>

		<category><![CDATA[Michelle Obama]]></category>

		<category><![CDATA[Muttertyp]]></category>

		<category><![CDATA[Ökotrophologin]]></category>

		<category><![CDATA[Omnipräsenz]]></category>

		<category><![CDATA[Rolemodels]]></category>

		<category><![CDATA[Studie]]></category>

		<category><![CDATA[Vollzeit]]></category>

		<category><![CDATA[Zukunftsinstitut]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.neofeminismus.de/?p=269</guid>
		<description><![CDATA[
Soviel wollte ich nebenbei machen. Ein Buch schreiben oder zumindest regelmäßig Texte für diese Seite hier. Einen Master machen oder zumindest einen VHS-Kurs abschließen. Einmal das Mittelmeer umfahren oder zumindest Frankfurt am Main gesehen haben. Nach 9,5 wochen habe ich das erste Kapitel begonnen, mich in Kinderkrankheiten und Babypflege weitergebildet und bin schon bis nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: 10pt;"><img class="alignnone size-full wp-image-270" title="familiekarriere" src="http://www.neofeminismus.de/wp-content/uploads/2009/08/familiekarriere.jpg" alt="familiekarriere" width="590" height="312" /></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: 10pt;">Soviel wollte ich nebenbei machen. Ein Buch schreiben oder zumindest regelmäßig Texte für diese Seite hier. Einen Master machen oder zumindest einen VHS-Kurs abschließen. Einmal das Mittelmeer umfahren oder zumindest Frankfurt am Main gesehen haben. Nach 9,5 wochen habe ich das erste Kapitel begonnen, mich in Kinderkrankheiten und Babypflege weitergebildet und bin schon bis nach Kiel zu meinen Schwiegereltern gereist. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: 10pt;">Unser Nachwuchs trägt bereits Größe 68 und aus mir ist immer noch keine Heidi Klum, Angelina Jolie oder Michelle Obama geworden. Sie machen es uns vor: Eine Mutter umsorgt liebevoll ihr Kind und versorgt souverän den Haushalt. Sie pflegt gute Beziehungen zu allen Freunden, Verwandten und Anverwandten. Sorgt für ihren Lebenspartner/Mann und liest ganz nebenbei die neuesten Fachbücher der Gesundheits- und Ernährungswissenschaft. So wird sie später nicht nur Ökotrophologin, sondern kann nebenbei als Foodjournalistin etwas dazuverdienen!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: 10pt;">Ich bin nicht wie diese Rolemodels und entspreche schon gar nicht den Werbebildern einer jungen Mutter. Aber welche Mutter tut dies schon? Zum Milch abpumpen lege ich weder Schmuck an, noch trage ich Schminke auf. Die Frau auf der Verpackung meiner Pumpe schon! Ich öffne dem Postboten auch nachmittags noch im Bademantel die Tür, obwohl ich bereits seit Stunden auf den Beinen bin. Das Kind auf meinem Arm lächelt nicht, sondern unterhält sich mit mir. Andere würde sagen: Es schreit! Dabei vermitteln mir Elternmagazine, Bücher, Werbe- und Kinofilme ein anderes Bild. Ich bin reingelegt worden. Ich bin weder eine Re-Start-, noch eine Multi-Handling- und schon gar keine Latte-Macchiato-Mutter. Mir ist nicht klar, welche Lebenswelten Fanta und das Zukunftsinstitut untersucht haben, um diese und <a href="http://www.zukunftsinstitut.de/downloads/modernmomes_studie_fanta.pdf" target="_blank">6 weitere Muttertypen</a> zu entdecken. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: 10pt;">Aber im Ernst! Was ich festhalten möchte ist, dass eine Mutter heute beides sein soll: Fels in der Familienbrandung und Arbeitsbiene. Das viele Frauen auf diese Anforderung mit der Reduktion ihrer Arbeitszeit reagieren, kann ich zumindest verstehen, wenn auch nicht nachmachen. Ich muss den Beweis noch antreten, dass ich Vollzeit arbeiten gehen und mich um den Nachwuchs zur Hälfte kümmern kann. Ich hoffe, dass ich an diesem öffentlichen und auch eigenen Anspruch nicht scheitern werde. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: 10pt;">Und dennoch weiß ich, dass ich trotz der beabsichtigten voll umfänglichen Arbeitsplatzausübung für viele KollegInnen nach meiner Rückkehr nicht mehr die gleiche sein werde. Ich werde um 16.15 Uhr das Haus verlassen, weil ich den Kindergarten vor seiner Schließung erreichen muss. Letzte Woche habe ich den Betreuungsplatz für unseren Kurzen klar gemacht. Seit dem denke ich viel über mein Vereinbarkeitsexperiment nach. Das Objekt unserer Kinderbetreuungsbegierde hat bis 17 Uhr geöffnet. Ich kann und will mich darüber nicht beschweren. Ich kann nicht, weil in vielen Teilen Deutschlands dies als Betreuungsoase gilt, angesichts einiger Orte, in denen Kinder um 12 abgeholt und nach dem Verzehr des heimisch zubereiteten Mahls wieder hingebracht werden. Und ich will nicht, weil nicht längere Öffnungszeiten, sondern eine Änderung unserer Arbeitskultur die Lösung sein muss. Leider hat sich diese Erkenntnis noch nicht sehr weit durchgesetzt. Vielmehr wird erwartet, dass wenn man sich schon die Beine ausreist, dass man mit den Armen einfach ebenso verfährt. Ich erwische mich oft bei der Frage wie viel Kinder man max. haben kann, wenn man Vollzeit tätig bleiben will? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: 10pt;">Wann endlich sind Termine nach 16.00 Uhr Vergangenheit? Wann endlich gilt der junge Mann, der am nächsten Tag übermüdet über den lang gewordenen Arbeitstag stöhnt, als unorganisiert statt bewundernswert? Wann endlich proben junge Frauen in den Betrieben den Aufstand, statt das Teilzeitmodell?</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: 10pt;">Das werde ich in den nächsten Jahren sicher häufiger fragen. Ich bin nicht mehr Teil dieser Arbeitskultur, sondern fühle mich von ihr bedroht. Ich habe die Seiten gewechselt. Wahrscheinlich bin ich nichts weiter als eine Lobbyistin. Und die haben es bekanntlich nicht leicht.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-family: Verdana; font-size: 10pt;">Einen Unterstützer habe ich bereits: Olaf Scholz hat <a href="http://www.neofeminismus.de/?p=199" target="_blank">seine Gedanken </a>dazu bereits skizziert. Was meint ihr? Wie muss die neue Arbeitswelt aussehen?</span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.neofeminismus.de/?feed=rss2&amp;p=269</wfw:commentRss>
		</item>
	</channel>
</rss>
