Frauen ziehen schon in der Ausbildung den Kürzeren
August 28, 2009 by Katrin Muench
Filed under Pogo auf dem Arbeitsmarkt

Heute wurde der neue Ausbildungsreport der DGB-Jugend veröffentlicht. Er bestätigt das, was ich immer schon geahnt habe: Junge Frauen sind bereits in der Ausbildung benachteiligt. Weniger Lohn, weniger Urlaub und mehr Überstunden, die nicht abgebaut werden können - das ist der große geschlechtsspezifische Unterschied in der Ausbildung. Diskriminierungen, die in der Ausbildung beginnen, setzen sich auf dem Arbeitsmarkt der Erwachsenen fort.
Zeit, dass sich endlich etwas dreht in der Arbeitswelt! Während die Konservativen weiter mit geschlossenen Augen durch die Welt laufen und die Interessen der jungen Frauen an die der Wirtschaft verkaufen, kämpft die SPD für einen Mindestlohn und für gleiches Geld für gleiche Arbeit. Erste Schritte, die nicht allheilsbringend sind, aber erst mal dafür sorgen, dass die Lohntüten gleich gefüllt sind.
Der Ausbildungsreport 2009 ist nachzulesen unter www.dgb-jugend.de, genauer gesagt hier.












Man hört überall, Frauen / Mädchen werden benachteiligt. Ichs ehe eines der Hauptprobleme darin, das Frauen / Mädchen von vornherein Berufe anpeilen, die niedriger bezahlt werden. Warum starten Frauen / Mädchen nicht Karrieren in den Bereichen, wo es mehr Geld zu verdienen gibt. Da ja Schulabschlüsse und Studium i.d.R. besser abgeschlossen werden, stellt sich die Frage, warum die Damen überwiegend Berufe erlernen bzw. Studiengänge belegen, die zwar nett und ganz nützlich sind, oftmals aber eher dem eigenen Ego und den eigenen Interessen dienen, aber weniger unter dem Aspekt womit man mehr Geld verdienen kann, belegt werden. Und da sehe ich den Haken. Ich habe Respekt vor Verkäuferinnen, aber damit kann man eben nicht so viel Geld verdienen, wie in anderen Berufen, die von mehr Verantwortung getragen werden. Und das mit dem Erziehungsurlaub könnte man wie in anderen Ländern begrenzen. Viele Frauen nutzen die Zeit bis zum letzten Tag aus und zeigen leider sehr häufig kein gesteigertes Interesse daran, Weiterbildung zu betreiben. Hier fehlt es den Damen an Lust und Laune, den Vater der Kinder dazu zu bewegen auch mal im Beruf kürzer zu treten. Und da drehen wir uns im Kreis. Da die Damen die schlechter bezahlten Berufe auswählen, muß der Mann (aus Frauensicht natürlich nicht ungern gesehen) weiterhin arbeiten und die Familie ernähren. Aber die schlechtere Bezahlung liegt sicher nicht nur am Geschlechterunterschied, sondern in der Berufswahl der Frauen.