Die Schwester im Fußball

Januar 18, 2010 by Katrin Muench  
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fusballfrau_xsMan kann Frauenfußball mögen oder nicht. Witzig und gut gemacht ist die kleine Schwester des Fußballmagazins „11 Freunde“ auf jeden Fall. „11 Freundinnen“ ist vom Schreibstil, der Fotosprache und den Rubriken dem Magazinbruder nachempfunden. Allerdings mit einem kleinen Unterschied: Das Magazin definiert den Sport neu. Nicht als Kopie des etablierten Männerfußballs sondern als eigenständige Sportart. Man kann entweder über Jahre hinweg bemängeln, das Frauenfußball (immer noch) kein Teil der deutschen Fußballkultur ist. Oder man vergibt einfach neue Regeln. Und genau das tun die Fußballfrauen auf eine erfrischende Weise. Ihre Interviews sind humorvoll, selbstkritisch, ehrlich und vor allem bodenständig. Ein Medienverhalten, das man von männlichen Bundesliga-Spielern nur selten erlebt. Auch die traditionellen Tipp-Kick-Spieler unter uns müssen umdenken. Wer früher, seinen Gegner mit den Worten „wir spielen hier keinen Frauenfußball“ zur Demütigung zwingen wollte, muss in Zukunft klein beigeben. Frauenfußball ist schneller, härter und aggressiver als gedacht. Mit dem Mädchenfußball ist es spätestens bei internationalen Wettkämpfen und in der Bundesliga vorbei. Überzeugen kann man sich davon live auf dem Spielfeld. Und wem das jetzt noch nicht genug war, dem sei noch die neue weibliche Tipp-Kick-Figur empfohlen, die im Frühjahr mit modischem schwarzen Federschwanz in die Geschäfte kommt. Na dann: mal los!